HoBaTec

Berufsvorbereitungsjahr
Die Steinzeit ist zu Ende – Wir bauen mit Holz

HoBaTec Schülerfirma der BBS 1 Uelzen für den Bereich Holz- und Bautechnik

Schülerfirma im Kontext einer Bildung für Nachhaltigkeit

Schülerfirmen sind eine Unterrichtsmethode, die neben der Vermittlung von ökonomischen, rechtlichen, sozialen und ökologischen Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler vor allen in ihrer Team- und Kommunikationsfähigkeit stärken. Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative werden gefördert, Unternehmensgeist in die Schule gebracht, um die Berufsausbildung zu optimieren.

HoBaTec

Welche Ziele verfolgen wir?

Die Schülerfirma der BBS I Uelzen ist zunächst einmal eine pädagogische Veranstaltung. Sie ist Teil von Unterricht und dient nicht nur der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten aus den Berufsfeldern Bau- und Holztechnik, sondern auch der Förderung von Teamfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und nicht zuletzt von Wertschätzung gegenüber Mitschülern, Lehrern und Personen außerhalb der Schule. In allen Außen-Beziehungen ist immer mit Nachdruck auf die pädagogische Zielsetzung hinzuweisen, eventuell erzielte Gewinne sind dem unterzuordnen. Die Schüler sollen in erster Linie lernen und erfassen, dass sich Motivation und Eigeninitiative bei ihrer Arbeit im Unterricht nicht nur in Lehrerlob und Schulnoten, sondern auch in Anerkennung und Dank der „Kunden“ auszahlen. Durch die Produktion von Objekten, die im Alltagsleben an den unterschiedlichsten Orten tatsächlich eingesetzt werden, wird der Praxisbezug transparent und berufliche Realität demonstriert.

Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.” Konfuzius *551 v. Chr. †479 v. Chr., chinesicher Philosoph

Welche Aufgaben haben die Lehrkräfte?

Die Schülerfirma wird von einem Team verantwortliche Lehrkräfte im Rahmen des Unterrichts betreut. Dabei ist deren Rolle von den Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie dem Alter der Schüler unmittelbar abhängig. Es gilt der Grundsatz: Soviel Eigenverantwortung der Schüler wie möglich, soviel Hilfe wie nötig. Wo immer möglich, beschränken sich die Lehrkräfte auf die Funktionen: Moderation, Beratung, Kontrolle.

Was produzieren wir?

Trainerunterstände für Sportvereine, Betonfertigteile, Holzkonstruktionen, Nistkästen, Tisch-Bank-Kombinationen, Stehtische, Halterungen für Wertstoffsäcke, eben alles, was mit unseren Schülern machbar ist. Für die Stadt Uelzen wurden beispielsweise Schlagbäume, Waldbänke für den Kinderspielplatz in Oldenstadt und Papierkörbe erstellt. Selbstverständlich gehören auch Reparaturen an von uns gelieferten Objekten zu den Aufgaben. Alle produkt- und produktionsbezogenen Entscheidungen sind immer wieder auf ihre ökologische Relevanz zu beleuchten. Die Unterrichtsinhalte werden praxisorientiert am Beispiel des Geschehens in einer Firma behandelt.

Welche Aufgaben gibt es noch?

Werbung und Präsentation, Planung, Kalkulation, Buchhaltung und Finanzabwicklung. Hier wird eine Zusammenarbeit mit Klassen aus dem Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung (Berufsfachschule ohne Eingangsvoraussetzungen) angestrebt.

Wer unterstützt uns?

Die Schulleitung der BBS I Uelzen schafft die pädagogischen Rahmenbedingungen und hilft – wo möglich – bei Raum- und Transportproblemen. Im Übrigen nutzt die Schülerfirma wie jede andere Klasse des Berufsvorbereitungsjahres Werkstätten, Lagerräume und Werkzeug der Schule. Die notwendigen Fahrten zu den „Baustellen“ werden als Schulveranstaltung (Dienstfahrten) genehmigt. Für das Startkapital haben wir Geld- und Sachspenden eingeworben, der laufende Betrieb wird durch „Überschüsse“ gewährleistet. Finanzmittel werden rehinvestiert (Werkzeuge, Betriebsmittel) und für Unternehmungen mit den Schülern (Essen, Ausflüge, etc.) verwendet. Für die Zukunft wünschen wir uns eine Partnerschaft der Schülerfirma mit einem realen, zertifizierten Betrieb der Branche.

Wie ist die Schülerfirma rechtlich abgesichert?

Bei der Schülerfirma der BBS I Uelzen handelt es sich um eine Firma ohne eigenen Rechtsstatus. Die Schule bietet der Schülerfirma den rechtlichen Schutzraum wenn:

  • Aktivitäten der Schülerfirma als Schulveranstaltung anerkannt werden.
  • im Projekt Schülerfirma die vom Finanzamt vorgesehenen Geringfügigkeitsgrenzen für Umsatz und Gewinn eingehalten werden.

Wer sind unsere „Kunden“?

  • Die Stadt Uelzen (Schlagbäume, Sitzbänke und Papierkörbe)
  • Kindergärten (Spielgeräte)
  • Allgemein Bildender Schulen ( Tisch-Bank-Kombination)
  • Sportvereine (Trainerunterstände)
  • Kanuclub Uelzen (Zaun und Tore)
  • Der Landkreis Uelzen (Schulhofgestaltung)
  • Museumsdorf Hösseringen: Kinderbachhaus

Unsere Erfolge und Auszeichnungen