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Mai 2022

Pressebericht

Solidaritätstreffen (24.04. – 29.04.2022) der BBS I Uelzen mit den Partnerschulen aus Polen und der Ukraine

-Trinationales Fußballturnier in Wolszstyn, Polen

Im Rahmen des Deutsch-polnischen Jugendwerks (DPJ) nahm die 11. Technikerklasse der BBS I Uelzen unter der Leitung des Berufsschulpastors Michael Fendler, des Klassenlehrers Oberstudienrat Frank Nierath und des Religionslehrers Studienrat Sebastian Schaar an einem einwöchigen trinationalen Fußballturnier in der Partnerstadt Wolsztyn (Polen) statt. Bis zuletzt stand nicht fest, ob die Delegation der ukrainischen Partnerschule der BBS I Uelzen in Ternopil (Ukraine) wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine andem Treffen teilnehmen kann, doch es klappte: Die ukrainischen Lehrkräfte und Schüler konnten anreisen, obwohl sie die lange Busfahrt zwei Mal wegen Bombenanschlägen unterbrechen mussten. Die BBS-Delegation fuhr entsprechend dem Nachhaltigkeitsgedanken der BBS I Uelzen mit dem ICE und dem Eurocity nach und von Warschau. Für das Fußballturnier hatte Sebastian Schaar für alle teilnehmenden Lehrkräfte und Schüler Fußballtrikots in den hellblau-gelben Nationalfarben der Ukraine gekauft, worüber sich die ukrainischen Gäste sehr erfreut zeigten. Zur Unterscheidung trug jedoch immer eine Mannschaft ein hellgrünes Leibchen über dem Trikot. Die ukrainischen Schüler gewannen verdient das Turnier, „sie können einfach sehr gut Fußball spielen“, meinte der Mannschaftskapitän der BBS I Uelzen, Justin Engelmann.

Der Besuch, der unter dem UN-Nachhaltigkeitsgedanken der Völkerverständigung – UN-Nachhaltigkeitsziele 16 und 17 – stand, wurde umrahmt von einem äußerst umfangreichen kulturellen Programm, bestehend aus zahlreichen Museumsbesuchen, einem Stadtrundgang, bei dem Pastor Fendler der Klasse einige Sehenswürdigkeiten der Stadt Wolsztyn zeigte, einem Kinoabend, einem Besuch des örtlichen Schwimmbads, Bootsfahrten auf den nahegelegenen Binnenseen Wolsztyns, einem Besuch in verschiedenen Klassen der polnischen Partnerschule und zahlreichen anderen Aktivitäten. Besonders beim gemeinsamen Bowling kamen sich die deutschen und ukrainischen Schüler näher und tauschten ihre Instagram-Profile aus, doch auch beim abschließenden gemeinsamen Lagerfeuer mit Grillen lernten sich die Schüler aller drei Nationen näher kennen. „Sport verbindet Nationen“, meinte Lehrer Sebastian Schaar, der den ukrainischen Schülern an dem Abend noch zahlreiche Fußballtrikots deutscher Vereine, welche die ukrainischen Schüler alle kannten, überreichte. Auch die kommunalen Politiker und Sportfunktionäre Wolsztyns nahmen an dem geselligen Treffen teil. Zum Abschluss sangen die ukrainischen Schüler die ukrainische Nationalhymne, während die deutschen Schüler kurzfristig die europäische Hymne mit den ersten drei Versen der Ode „An die Freude“ unter Anleitung des Klassenlehrers Frank Nierath einstudierten und passabel präsentierten. Diese Idee gefiel besonders dem polnischen Landrat, dem die deutsche Delegation noch ein Bildband über die Hansestadt Uelzen überreichte, sehr gut.

Während des Abends übergab Pastor Fendler den ukrainischen Lehrkräften einen vierstelligen Geldbetrag, den Lehrkräfte und die Schüler der BBS-Klasse sowie die Kirchengemeinde von Pastor Fendler für die ukrainische Partnerschule in Ternopil gesammelt hatten. Sowohl die ukrainische Lehrerin Maria als auch der ukrainische Schulleiter Igor zeigten sich sehr gerührt von dieser Geste und bedankten sich sehr herzlich, wobei auch manche Träne auf beiden Seiten floss. Vorher hatten viele Gespräche zwischen den deutschen und ukrainischen Lehrkräften stattgefunden, in denen es natürlich um den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ging.

„Am meisten hat mich beeindruckt, wie die ukrainischen Schüler mich gleich zu Beginn auf mein Button mit den ukrainischen Nationalfarben an meinem Poloshirt angesprochen hatten, woraufhin ich erwiderte, dass dieses aus Solidarität für die Ukraine erfolge und viele Deutsche hinter der Ukraine stehen und auch diesen Button tragen. Sie zeigten mir dann auf ihren Handys Bilder ihrer völlig zerbombten Straßen, ohne dass ich darauf vorbereitet war. Etwas später überreichte mir der Kapitän der ukrainischen Mannschaft, der auch in der ukrainischen Jugend-Nationalmannschaft spielt, als Dank für diese Solidaritätsbekundung die ukrainische Nationalflagge. Beide Szenen berührten mich sehr“, erzählte der Klassenlehrer der Technikerklasse Frank Nierath. „Die Flagge wird einen würdigen Platz in unserer Schule erhalten, ebenso unser schöner Pokal.“

Insgesamt fiel allen Teilnehmenden der Abschied am letzten Tag schwer, denn der ukrainische Bus fuhr einer ungewissen Zukunft entgegen. Allen hatte das detailliert ausgearbeitete und ausgewogene Programm des polnischen Organisators Marek Furman sehr gut gefallen. „Unterkunft, Verpflegung, Programm- es passte alles!“, resümierte der Klassensprecher Marcel Albrecht bei einem abschließenden Gespräch zwischen Lehrkräften und Schülern während eines Zwischenaufenthalts im Berliner Hauptbahnhof.

BBS 1 Uelzen_Gruppenfoto aus Wolstein im April 2022

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